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Sind keimende Kartoffeln giftig?

sind keimende kartoffeln giftig

Kann man gekeimte Kartoffeln noch Essen?

Dass Kartoffeln nach einiger Zeit anfangen zu keimen, ist ein normaler Vorgang. Wer sicher gehen will, dass er sich nicht „vergiftet“, sollte grundsätzlich nur kleine Mengen einkaufen und sie zeitnah verbrauchen. Aber da häufig Kartoffeln in Tüten zu 500 g oder 1 Kilo erhältlich sind, lässt es sich nicht vermeiden, sie länger zu lagern.

Im Lauf der Lagerung, abhängig von der Temperatur des Raums, in dem gelagert wird, verändert sich die Kartoffel und bildet zunächst kleine knopfartige Keimansätze. Diese lassen sich leicht abschrubben mit einer Gemüsebürste. Gesundheitlich schädlich ist die Kartoffel in dem Fall noch nicht. Aber wenn ein Keim sich auf eine Länge von ca. 1 cm ausweitet, kann es brisant werden. Denn in diesem Stadium setzt die Bildung von Solanin ein. Solanin ist für sich gesehen eine sinnvolle Abwehrmaßnahme, die die Kartoffel gegen ihre Feinde einsetzt, also Käfer, Insekten etc.

Für den Menschen kann der Stoff, den man leicht am bitteren Geschmack erkennen kann, ebenfalls bedenklich sein. Es wird zwar keine Vergiftung nach Art einer Fisch- oder Fleischvergiftung zu beobachten sein, aber der Genuss ist deutlich getrübt, und das Bittere kann manch einem auch auf den Magen schlagen. Ergo heißt es, schneller zu sein als die Kartoffel und ihr die Chance zu keimen nicht zu gönnen.

Ein Nebenprodukt der Keimung ist auch ein deutlicher Abfall des Gehalts an Mineralien und Vitaminen. Man könnte sagen, dass die Kartoffel sozusagen ihre Blütezeit überschritten hat. Wenn sie dann nicht verzehrt worden ist, ist sie für den Menschen nicht mehr wertvoll als Lebensmittel.

 

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