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Wasserstoffperoxid H2O2 – Altes, vergessenes Hausmittel neu entdeckt

wasserstoffperoxid wunde heilen

Nachdem ich ein interessantes Youtube Video zu alternativen Heilmitteln gesehen habe, kam auch für mich wieder die Besinnung Wasserstoffperoxid im Haushalt zu verwenden. Ich bin jetzt 36 Jahre alt und weiss noch genau wie man früher, also wo ich noch Kind war „Wasserstoff“ zum desinfizieren von Wunden verwendete, an das weiße schäumen und das brennen kann ich mich noch sehr gut erinnern.😃

Warum wird dieses Mittel nicht mehr so oft in Apotheken angeboten? Klar weil es zu günstig und gut ist, darauf verdient der Apotheker ja nix. Da müssen irgendwelche Markenprodukte her!

Jetzt wo ich selbst 2 Kinder habe ist mir aufgefallen das wir schon 2 mal Desinfektionsmittel in der Apotheke gekauft hatten aber diese meiner Meinung nach nicht effektiv genug gewesen sind. Seit einer Woche haben wir nun unser neues Desinfektionsmittel zu Hause und hatten es schon im Einsatz. Ich kann nur sagen, es ist einfach super! Welches wir verwenden?

Umgangssprachlich auch Wasserstoffsuperoxid genannt, kommt in der Industrie, in der Medizin und im Haushalt in vielfältiger Form zum Einsatz. Im Gegensatz zu anderen chemischen Mitteln weist es bei richtiger Anwendung wenig Nebenwirkungen auf. Zudem ist es vergleichsweise kostengünstig.

Was ist Wasserstoffperoxid und warum ist es ein Heilmittel?

Wasserstoffperoxid ein alter Wirkstoff besteht aus Wasserstoff und Sauerstoff. Es handelt sich um eine flüssige Verbindung. In der Medizin findet es vor allem wegen seiner keimtötenden Wirkung Verwendung. Beispielsweise wird es zur Wunddesinfektion und zur Sterilisation von medizinischen Gerätschaften genutzt.

Wie wird H2O2 hergestellt?

Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde Wasserstoffperoxid im Elektrolyse-Verfahren hergestellt. Hierbei kam Schwefelsäure zur Anwendung. Heute nutzt man zur Herstellung von H2O2 vorwiegend das Anthracinon-Verfahren.

Wo kann man dreiprozentiges Wasserstoffperoxid kaufen?

Wasserstoffperoxid lässt sich in dreiprozentiger Konzentration in der Apotheke oder im Internet erwerben. Auch aus höheren Konzentrationen kann man eine dreiprozentige Lösung herstellen, wenn man das H2O2 im entsprechenden Verhältnis mit Wasser vermengt.

Welche Konzentrationen von H2O2 gibt es?

Wasserstoffperoxid kommt in der Natur in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Beispielsweise produziert es die weibliche Eizelle nach der Befruchtung, um andere Spermien abzutöten. Auch Obst enthält Wasserstoffperoxid. In der Apotheke werden zur häuslichen Anwendung vorwiegend dreiprozentige Lösungen angeboten. Zum Blondieren von Haaren kommen Konzentrationen zwischen 1,8 und 18 Prozent Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Die Höhe der Konzentration entscheidet über den aufhellenden Effekt. Bis 2012 war in vielen Bleaching-Produkten zur Home-Anwendung Wasserstoffperoxid in 1,5-prozentiger Konzentration enthalten. Dieser Wirkstoff ist in Kosmetika laut einer EU-Verordnung inzwischen verboten. H2O2 darf zum Zähnebleichen nur noch vom Zahnarzt eingesetzt werden. Im Handel frei erhältlich sind aus Sicherheitsgründen übrigens bis zu 12-prozentige Konzentrationen.

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Welche Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoffperoxid gibt es?

Die H2O2 Anwendung kann in der Medizin, im Haushalt und in der Industrie eingesetzt werden.

Kann man mit Wasserstoffperoxid Schimmel entfernen?

Wasserstoffperoxid bewährt sich unter anderem zur Entfernung von Schimmel, da es Fungizide und deren Sporen sicher abtötet. Deswegen benutzt man es gelegentlich zur Reinigung von Flächen. Es kann auch auf rauen Untergründen verwendet werden, da es tief in die Poren der Materialien eindringt. Bedenken sollte man allerdings, dass H2O2 ebenso wie Chlor eine bleichende Wirkung besitzt. Was auf Fugenfliesen sinnvoll erscheint, dürfte auf Teppichböden unerwünscht sein. Deswegen lohnt es sich, den Einsatz von Wasserstoffperoxid hinsichtlich der Beschaffenheit des zu behandelnden Untergrunds abzuwägen.

Wasserstoffperoxid als Mundspülung verwenden – Was ist bei oraler Anwendung zu beachten?

Wasserstoffperoxid wurde lange Zeit als H2O2 Mundspülung zur Abtötung von Keimen und zur Blutstillung empfohlen, beispielsweise nach einer Zahn-Operation oder bei Zahnfleischentzündungen. Auch heute noch wird das Mittel in dreiprozentiger Konzentration in Apotheken für diese Zwecke angeboten. Zahnmediziner lehnen H2O2 zur oralen Anwendung allerdings inzwischen ab. Zwar ist es vergleichsweise preisgünstig, doch schädigt es auf lange Sicht die Zähne und die natürliche Hautbarriere. Schließlich kann das Mittel nicht unterscheiden zwischen Bakterien, die der Mundschleimhaut nützlich sind und solchen, die Krankheiten hervorrufen. Neben dem beim Mundspülen mit H2O2-Lösung von vielen Menschen erwünschten Nebeneffekt der Zahnaufhellung tritt außerdem eine chemische Reaktion auf, die für die Zähne schädlich ist. Ihnen wird kurzzeitig das Wasser entzogen. Dadurch liegen kleinste Kanäle in den Zähnen frei. Dies führt zu Zahnreizungen und empfindlichen Zähnen.

In der Apotheke stehen genügend Mittel zur Auswahl, die ohne letztere Nebenwirkung dieselben Erfolge zeigen. Auch Spülungen mit Heilkräuter-Tinkturen wie Salbei, Thymian und Lavendel sind für die Zähne und das Zahnfleisch unschädlich. Wer keine Alternative zum Wasserstoffperoxid verwenden möchte, sollte das Mittel nur so lange verwenden wie unbedingt notwendig und sich unbedingt an die auf der Packungsbeilage beschriebene Dosierung halten. Verschluckt werden darf die Wasserstoffperoxid-Lösung beim Spülen des Mundes nicht. Entsprechende Warnvorschriften befinden sich auf jeder Flasche.

Mit Wasserstoffperoxid Wunden desinfizieren, wie wird es gemacht?

Mit H2O2 lassen sich außerdem Wunden desinfizieren. Gegenüber vielen anderen Desinfektionsmitteln wie Jod brennt das Mittel nicht. Außerdem ist es geruchsneutral. Zwar besitzen einige ätherische Öle ebenfalls eine keimtötende Wirkung, für Allergiker sind sie aber nur bedingt geeignet. Insofern besitzt Wasserstoffperoxid einen entscheidenden Vorteil. Zum Spülen von Wunden wird dreiprozentiges Wasserstoffperoxid mit Wasser verdünnt. Im Allgemeinen benötigt man einen Teelöffel H2O2 für ein Glas Wasser. 

Hilft H2O2 bei Akne und Pickeln?

Eine stark verdünnte Wasserstoffperoxid-Lösung kann zur Hautdesinfektion und als H2O2 Therapie bei Akne und Pickeln und auch zur Behandlung von Ekzemen verwendet werden. Allerdings sollte sie nicht großflächig aufgetragen werden, denn sie zerstört über längere Zeit angewendet die natürliche Hautbarriere. Vielmehr empfiehlt es sich, lediglich die betroffenen Hautareale ein- bis zweimal täglich mit der Wasserstoffperoxid-Lösung zu betupfen. Somit hilft Wasserstoffperoxid auch bei Herpes.

Häufig gestellte Fragen zu Wasserstoffperoxid

Nachfolgende Erläuterungen sollen die Anwendung von H2O2 vereinfachen.

Ist das Trinken von H2O2 tödlich?

H2O2 trinken sollte besser vermieden werden, denn beim Trinken von hochkonzentriertem H2O2 besteht die Gefahr, dass sich die Lösung unter Explosion zersetzt, insbesondere wenn kurz vor der Einnahme Nahrung aufgenommen wurde. Das kann tödlich enden. Heilpraktiker gehen davon aus, dass H2O2 in geringer Konzentration unschädlich ist und eventuell das Immunsystem stärkt. Dies könnte auf die erhöhte Sauerstoffaufnahme zurückzuführen sein. Wissenschaftlich bewiesen ist diese Wirkung nicht.

Hat Wasserstoffperoxid Nebenwirkungen?

Nach Vorschrift angewendet hat H2O2 kaum Nebenwirkungen. Der Kontakt mit den Augen muss vermieden werden.

Kann man mit Wasserstoffperoxid Aquariumwasser keimfrei machen?

Vorweg soll erwähnt werden, dass es ein keimfreies Aquarienwasser nicht gibt. Es ist auch gar nicht erwünscht, denn viele im Wasser befindliche Keime, beispielsweise Bakterien, sind nützlich. Sie stabilisieren das biologische Gleichgewicht. Kommt es allerdings zu einer Überbelastung mit bestimmten Keimen, wirkt sich dies negativ auf die Wasserwerte aus. Die Fische können erkranken. Dann ist schnelles Handeln gefragt. Erste Maßnahme sollte die Überprüfung und gegebenenfalls Reinigung des Filters sein. Auch der Wasserwechsel ist sinnvoll. Eine UV-Filteranlage tötet die verbleibenden Keime sicher ab. Alternativ lassen sich die Wasserwerte durch die Zugabe von Wasserstoffperoxid verändern. Dieses dient der vermehrten Sauerstoffzufuhr, beseitigt Keime aber nicht. Für die Anwendung von Wasserstoffperoxid im Aquarium wird ein Oxidator benötigt. Aquarianer bezweifeln allerdings die Notwendigkeit eines solchen Geräts. Sprudelsteine und Luftausströmer sind kostengünstigere Alternativen.

 

Fazit: Der Wunderstoff H2O2 darf uns sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Die unendlich vielen Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoffperoxid sind einfach genial. Jedoch ist die Dosierung genau einzuhalten, da es sich um ein sehr starkes Mittel handelt. Auf jedenfall vor Kinder fernhalten!